Fahrstuhl in die Vergangenheit

Heute hatte ich das Vergnügen einen Zeitsprung in die 60er Jahre zu machen und das auch noch bequemerweise mit einem Fahrstuhl! Ich war in den 60er Jahren zwar noch nicht geboren aber man hat ja schon so einiges i Laufe der Jahre darüber gehört und auch im TV gesehen.

in diesem wirklich gut erhaltenen Exemplar gibt es neben einem Klappsitz zum längeren Verweilen auch den damals wohl unvermeidlichen Aschenbecher – und eine wirklich schöne alte 7 Segment-Anzeige und das sogar hinter Glas. es war mir eine Ehre!

Fahrstuhl alter Bauart

Es gab noch Aschenbecher

Sogar Sitzplätze

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Jahr 2010 Bug: Heute eine Newgen Medicals Waage

Im Jahr 2008 kam ich auf die Idee mir eine Körperanalyse-Waage mit USB Anschluss zu kaufen nachdem ich so etwas im Katalog eines Versandhändlers gefunden hatte. Ist ja eigentlich auch eine nette Idee, die persönliche Gewichts und Fett-Statistik nicht von Hand erfassen zu müssen sondern aus der Waage auslesen zu können.

So weit so gut, das folgende Gerät bestellte ich und bekam es auch einige Tage später. Der Preis war damals schon mit 29,90 Euro für das gebotene fair.

Die Waage leistete mir auch gute Dienste und die Werte waren mit denen anderer – auch teurerer Geräte – durchaus vergleichbar, insofern kein Grund zur Klage. Sie verrichtet auch heute noch ihren Dienst.

Nach regelmäßiger Nutzung und schönen – wenn auch inhaltlich meist deprimierenden – Statistiken ging ich Anfang des Jahres 2010 wieder einmal zur Gewichtskontrolle auf die Waage. Man selektiert sein Profil und steigt dann drauf – aber halt – da steht nicht mein Alter (38), sondern da steht was von 44 Jahren. Hmm, ok mal schnell die Einstellungen gecheckt und siehe da, die sind korrekt.

Da wird man stutzig und startet ein Experiment. Als erstes mal gucken wir auf die Nutzerdaten.

Die Nutzerdaten, geboren am 23.5.1971

Der Nutzer ist also geboren am 23.5.1971. Wir stellen nunmehr das Datum der Waage auf den 31.12.2009, der letzte Tag des Jahres 2009.

Wir befinden uns im Jahr 2009, 31.12, ca. 14:03

Und betrachten danach die Nutzerinformationen, welche für mich mal völlig korrekt aussehen:

Der Nutzer ist jetzt 38 Jahre alt. 2009-1971 = 38.

So weit so gut. Jetzt springen wir einfach mal einen Tag in die Zukunft auf den 1.1.2010 und machen das Experiment noch einmal.

Wir befinden um im Jahr 2010, 1.1., ca. 14:04

Anschließend kontrollieren wir dann mal die Nutzerinformationen, also die Stelle wo mein sein Profil selektiert.

Jetzt ist der Nutzer 44 Jahre alt. 2010-1971 = 44 ?? Sicher nicht.

Und siehe da, der Nutzer ist 6 Jahre gealtert und das in nur einem Tag. Nun verstehe ich für meinen Teil mal nicht, warum man das Alter eines Nutzers durch einen Datumsprung um einen Tag gleich so falsch berechnet.

Ich werde das mal in einen Brief an Pearl verewigen und mal schauen was deren Support dazu sagt. Eine neue Firmware für die Waage habe ich bisher nicht finden können. Wäre aber wohl angebracht. Ich denke mal das fällt auch innerhalb von 2 Jahren noch locker unter Garantie, da es sich ja um einen nicht offensichtlichen Mangel handelt der ja im System steckt :)

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Die Kohlköpfe sind wieder da

Es gibt Erlebnisse an die man sich gerne zurück erinnert, eines davon kam mir neulich bei einem Gespräch über Essen und die Qualität bzw. Herstellung dessen wieder in den Sinn. Da war doch mal in der Kindheit ein Film wo Hühnchen aus Spritzteig hergestellt wurde – ein wenig wie Analogkäse heute. Mit einem Komiker, wie hiess der doch gleich, Louis de Funes. Lange nicht gesehen den Film, der da Brust oder Keule heißt.

Gelegenheit erkannt – auf iTunes geguckt inwiefern es den Film da zu leihen oder kaufen gibt und festgestellt, das dem nicht so ist. Was tut man also, hin zum Favorite-DVD-Dealer, in meinem Fall amazon.de und geguckt was es da so gibt im Bereich Louis de Funes. Eine Louis de Funès DVD Collection Box No. 1 (3 DVDs)
, die erste von 5 mit drei seiner Filme der späten siebziger tat es mir an. Dort ist neben “Brust oder Keule” auch noch “Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe” drauf – das war eine Riesen-Gaudi. Ok, bestellt und prompt einige Tage später geliefert. Bekommen, ausgepackt, getan – als die DVD dann da war, wurde als erstes zum Einschlafen der Kohlkopf-FIlm geguckt und es war ein absolutes Super-Erlebnis.
Zwei alte, grenzdebile Säufer werden durch einen Außerirdischen aus ihrem Siechen gerissen – es wird gefurzt, gesoffen, gesoffen und Akkordeon gespielt – zum schreien komisch.

Heute passt so ein Film mit seiner geradezu überhaupt nicht politisch korrekten Darstellung von Saufritualen und Gründen, sich permanent zu betrinken und einer Lobpreisung auf den Tabak noch vor dem Essen einer bestialisch blähenden Kohlsuppe so auch gar nicht mehr in die Welt. War da nicht eine Verabredung der Filmindustrie, das man keine rauchenden Helden mehr zeigt und es sich nicht mit betrunken werden soll ? Mir ist irgendwo so.
Das war wie ein Zeitsprung in die Achtziger. Damals schauten sogar wir Westler DDR-Fernsehen wenn Louis de Funes kam – dort brachte man ihn deutlich häufiger als in den West-Programmen, genauso wie die Olsen Bande auch de-fakto nur dort zu sehen war.
Das war ein richtig guter Abend mit dem Film. Heute gucke ich mir dann zur Entspannung vor dem morgigen Berlin Marathon Brust oder Keule an – und ich freue mich jetzt schon drauf.
Kohlköpfe

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Icons die niemand versteht

Bei meinem kurz zurückliegenden Zeitsprung nach Heiligenhafen machte ich auch einen ausgiebigen Spaziergang durch den Ort und dabei unter anderem auch durch den in den letzten Jahren entstandenen Yachthafen.

Dabei kam ich an folgendem von mir fotografierten Schild vorbei, welches anscheinend die Features des Yachthafens gut sichtbar erklären soll, und das in einer allgemein verständlichen Sprache – durch Bilder.

Diese kleinen Dinger heissen ja nun neusprachlich Icons und sollen dem Nutzer kurz und deutlich etwas signalisieren ohne das dieser des Lesens kundig sein muss.

Um mich mit den einzelnen Icons etwas näher auseinander setzen zu können habe ich diesen kleine Zahlen verpasst, damit klar ist auf welches ich mich beziehe.

Heiligenhafen_Yachthafen_Icons

Wenn ich mir die jetzt einmal anschaue, dann schließe ich mal auf die folgenden Bedeutungen:

01: Es gibt allgemeine Informationen, z.B. dieses Schild

02: Treibstoff ist verfügbar

03: Toiletten für Herren

04: Toiletten für Damen

05; Duschen gibt es auch (die dann wohl gemischt ? :) )

06: Keine Ahnung, erschließt sich mir nicht

07: Es gibt auch Schmierstoffe

08: Könnte bedeuten es gibt Möglichkeiten zum Wäschewaschen

09: Strom hats

10: Trinkwasser gibt es auch

11: Man kann Schiffe “parken” ? Dachte das wär der Sinn eines Hafens?

12: Es gibt Rettungsringe ?

13: Verstehe ich nicht

14: Spielplatz verfügbar ?

15: Enten haben wir auch ? Verstehe ich nicht

Falls jemandem die passenden Bedeutungen einfallen bitte einfach einen entsprechenden Kommentar hinterlassen. Grundsätzlich macht es jedenfalls ein wenig den Eindruck, als wollte jemand unbedingt die 15 Icons voll bekommen, um das Ganze symmetrisch zu halten.

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Zeitsprung

In den 80er Jahren verbrachte ich mit meiner Familie größere Teile meiner Sommerferien in Heiligenhafen, einem Ostseebad ein wenig westlich von Fehmarn. Damals, als es noch die DDR gab, hatte die Bundesrepublik nur wenig Küstenlinie an der Ostsee und das wenige was man hatte wurde maximal genutzt. Man baute Ferienparks, große Betonklötze – geplant und gebaut in den 60er/70er Jahren und in der Blüte Ihrer Nutzung am Anfang der 80er  - gefühlt zumindest.

In Heiligenhafen gab (und gibt) es auch einen Ferienpark, ca. 2000 Appartments in einem gigantischen Komplex – dort waren wir oftmals in den Sommer-/Herbst-/Winterferien beheimatet – ich ging damals noch zur Schule, insofern waren das die Zeiten zu denen man Urlaub machte.

Zurückdenkend erinnere ich mich in erster Linie an das Spielen am Strand, die vielen Quallen und das verhältnismäßig kalte Wasser und den starken Wind. Gleich danach kommt das Essen – wir gingen immer wieder in die gleichen Lokale – die Rauchkate, Putenbruststeak mit Kräuterbutter, Pommes und Salat essen oder auch in die Altdeutsche Bierstube am Marktplatz, wo es Schweinerückensteak mit Pilzsauce gab. Prima Hamburger als Abendmahlzeit gab es bei der Witwe-Bolte, gleich neben der Rauchkate. Zum anderen Zeitvertreib gab es ein Wellenbad mit Salzwasser und Surf- und Segelschule auf dem Binnensee. Später nahm ich dann bei längeren Aufenthalten meinen Rechner mit, ein Atari ST und bastelte eifrig an mehr oder weniger sinnvollen Programmen.

Soviel zur verklärten Jugend in diesem Ostseebad.

Ferienpark Aufnahme aus dem April 1987

Ansicht des Ferienparks 1997 vom Parkplatz bei Haus D aus.

Mitte diesen Jahres fiel mir auf, das es in Heiligenhafen seit einigen Jahren einen regelmäßig stattfindenden Mitternachtslauf gibt. Da Jörn 2.0 gerne läuft dachte ich mir, es wäre einen prima Gelegenheit mal wieder in den Ort der Jugendferien zurück zu kehren und sich alles ein wenig anzugucken. Also trat ich mitsamt Familie und Eltern zu einem Zeitsprung nach Heiligenhafen Ende Juli 2009 an.

Am Tag der Anreise fand abends schon gleich der Lauf statt, insofern war das mal das erste auf das ich mich konzentrierte. Der Ort des Laufes war zu finden, die Startnummer abzuholen und ein wenig zu Essen ein paar Stunden vorher, was ich dann im Brückenkaffee kurz vor dem Strand tat – welches weitgehend unverändert durch die Zeit gekommen war. Der Lauf war prima organisiert, gute Stimmung und durch die Nacht laufen hat auch was. Spannend auch, das man es auf über 1000 Teilnehmer brachte – für ein Ostseebad dieser Größe eine sehr beachtliche Zahl.

Am nächsten Tag war dann Zeit für die Besichtigung und den Vergleich mit damals. Es war ein spannendes Ereignis, ich versuchte mich an den Zustand von vor mehr als 20 Jahren zu erinnern – das gelang teilweise ganz gut, teilweise gar nicht. Interessant und gleichzeitig erschrecken ist allerdings, das sich einige Umstände/Dinge eigentlich gar nicht verändert haben. Teilweise versucht die Stadt offensichtlich, etwas neu zu machen und zum besseren zu verändern, gleichzeitig entdeckt man an einigen Stellen noch Zeitinseln an welchen es den Eindruck macht, das die Zeit einfach stehen geblieben sei. Als Beispiel sei hier der Spielplatz am Ferienzentrum genannt – da hat sich wenig getan. Auf Steinwarder hingegen gab es eine Menge Veränderungen und es ist auch noch einiges im Fluss. Namen von Gaststätten haben sich kaum verändert, aus der Witwe-Bolte mit den leckeren Hamburgern wurde eine Döner-Bude, die Rauchkate existiert weitgehend unverändert und ja, auch das Pustenbruststeak gibt es noch ziemlich unverändert.

Ferienpark Aug 2009Ansicht des Ferienparks 2009 vom Strand aus.

Hier noch einige Bilder mit den entsprechenden Anmerkungen.

Verladeanlage der LEV im Jahr 1987Die Verladeanlage im Hafen im Jahr 1987

Verladeanlage für Getreide am Hafen 2009Verladeanlage im Jahr 2009

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