Vor dem diesjährigen Sommerurlaub kam mir die Idee, mir ein neues Spielzeug anzuschaffen. Da es an die Ostsee geht und neben Strand und Laufen dort viel Zeit und Fläche im und um den Küstenwald zur Verfügung steht, dachte ich an einen ferngesteuertes Geländefahrzeug mit dem man so richtig durch die Gegend heizen kann.
Im Sinne des Migrationspfades für eine spätere Nutzung zu Hause entschied ich mich für ein Elektrofahrzeug und nicht für eines der derzeit noch leistungsfähigeren Benzin-Modelle. Diese machen einfach Krach, Stinken und brauchen mehr Pflege. Nix für faule Fahrzeug-User wie mich.
Also ging es zum Modellbau-Dealer meines Vertrauens und heraus kam ein Carson Elektro-Truggy. Da es sich dabei um ein “RTR” = Ready To Run Modell handelte brauchte ich lediglich noch Akkus, da ich die entsprechende Ladetechnik bereits besitze. Ich erstand zwei 5100mAh “Racing-Packs” welche für doch interessante Fahrzeiten sorgen sollten.
Nach dem was auf der Packung steht fährt der “Truggy” wie man ihn bei Carson nennt bis zu 85km/h mit einem bürstenlosen E-Motor. Die genaue Modellbezeichnung ist “1:10 E-CRASHER BRUSHLESS 4WD RTR”.
Schaut man sich die Technik ein wenig genauer an, dann findet man neben einer 3-Kanal Fernbedienung – der 3. Kanal steht noch zur Verfügung für weitere Basteleien – einen elektronischen Fahrtregler und ein allradgetriebenes, kugelgelagertes solide aufgebautes Fahrzeug.
Das Teil hat eine Menge Kraft und das Prinzip Vollgas führt nicht zum Ziel. Man muss doch eher vorsichtig mit dem Gasregler umgehen. Bremsen kann der Wagen auch, ebenso wie rückwärts fahren, sofern man ihn nicht im Rennmodus betreibt. Da braucht man dann wohl keinen Rückwärtsgang mehr. Mit einem vollen Akku mit 5100mAh kann man durchaus ne halbe Stunde gut durch die Gegend fahren – im Verhältnis zu dem was vor einigen Jahren noch mit solchen Fahrzeugen zu erreichen war doch ein gewaltiger Unterschied.
Die folgenden beiden Video-Briefmarken zeigen das Fahrzeug in Aktion – das ganze ist aufgenommen mit einem Nokia 6680, also die Qualität ist eher bescheiden. Hier gibt es demnächst einmal ein Update mit Aufnahmen in vernünftiger Qualität.
Nach einigen Tagen des durch den Wald heizens und dem ein- oder anderen Überschlag durch zu schnell gefahrene Bodenwellen oder über Steine gab es einen echten Racing-Unfall. Sah aus wie früher bei der Formel ein – in einer schnell gefahrenen Kurve flog eines der Räder weg – die Radhalterung war gebrochen. Davon gibt es witziger weise auch ein Video – allerdings ist dabei der Abflug nicht wirklich zu sehen, nur seine Folgen (und zu hören).
Das ganze sah dann etwas zerstört aus und nun begann die Suche nach dem Ersatzteil. Das natürlich auch noch in der Provinz, in Graal-Müritz.
Radlos, mit Bruchteilen der Halterung
Eine kurze Suche nach Modellbau-Fachgeschäft in der Nähe ergab eines im Hansa-Viertel in Rostock. Also ab in die Bahn nach Rostock – idealerweise konnte ich das gleich mit einem Besuch auf der an dem Wochenende stattfindenden Hanse-Sail verbinden – und ein paar Ersatzräder auftreiben.
Erstaunlicherweise dauerte es im Laden keine fünf Minuten und ich hatte zwei Original-Ersatzräder. Unglaublich, offensichtlich habe ich zumindest etwas gekauft was es ein wenig häufiger gibt und man deshalb gut mit Teilen versorgt wird.
Fazit des Ganzen – Ein sehr kurzweiliges Spielzeug mit einem durchaus dauerhaften Beschäftigungsfaktor. Es gibt noch eine Menge Tuning-Parameter mit denen ich spielen kann und eine Menge im Umgang damit lernen muss ich auch noch. Da gehen noch einige Monate der Beschäftigung ins Land. Mal gucken wie lange das Material hält. Eine Flasche Schraubenlack ist etwas, das man am besten schon mal in der Nähe hat. Gaffa-Tape auch
Empfehlenswerter Zeitvertreib!
Nachfolgend noch ein paar Bilder in Action
Neu: 2008-08-16:
Als kleines Update, hier mal ein Video aufgenommen mit einem Iphone 3G (kein S). Qualität ist schon besser als beim 6680, allerdings hat die Kameraführung noch “Room for improvement”




