Auf dem Weg zum Triathlon: Mein erstes Radrennen, Velothon Berlin 2012

Ich mache mir eigentlich nichts aus Radfahren und aus Fahrrädern und deren Technik schon gar nichts, insbesondere weil ich überhaupt keine Lust habe an den Dingern rum zu schrauben und mich mit Gruseln an meine Kindheit und das Gebastel mit meinem damaligen Fahrrad erinnere. Aber damals war das Rad mehr Mittel zum Zweck, es bedeutete für mich Mobilität – anderes konnte man als Kind ja nicht nutzen und Öffis waren und sind langweilig und unflexibel.

Heute habe zumindest ich ein anderes Bedürfnis nach Mobilität, das mir das Rad so nicht sinnhaft erfüllen kann – insofern ist es meist das Auto oder auch mal die Bahn, selten das Rennen mit dem Ziel von A nach B zu kommen und noch seltener das Rad. Velophob bin ich trotzdem nicht.

Da ich bei Laufwettkämpfen quasi Vielstarter bin reizte es mich einfach mal auszuprobieren, wie das so mit Radrennen aussieht und da kam mir der diesjährige Velothon ganz gelegen. Kurzum, auf der Mädchen-Strecke von 60km (die anderen fahren 120 km, quasi wie die 10km laufen wenn es auch einen halben gibt oder den halben wenn es einen ganzen gibt) angemeldet.

Im Vorfeld unternahm ich mit einem Freund eine Probefahrt über knapp 55km auf dem Rad und stellte fest, das dies in der geforderten Mindestgeschwindigkeit von 23km/h problemlos zu bewältigen ist. Grundkondition hat man dann ja doch genug und mit meinen halbwegs fußfreundlichen Pedalen kann man das Rad auch Barfuss-fahren, das habe ich im Vorfeld auch mal ausprobiert im Straßenverkehr ins Büro und zurück. (was dann 2x17km sind)

Weiterlesen… »

Geschwindigkeit des Laufbandes mal nachgemessen

Als Freizeitläufer nenne ich seit einigen Jahren ein Laufband mein Eigen welches ich immer dann benutze, wenn  Witterungsbedingungen (< -10 Grad Celsius oder totale Vereisung) oder der eigene Gesundheitszustand (Überprüfen inwiefern Verletzung ausgeheilt um jederzeit wieder aufhören zu können) es erfordern.

Immer wenn ich dieses mal benutze, dann finde ich das die Geschwindigkeit welche ich einstelle mit der im normalen Laufbetrieb gemessenen und gewohnten überhaupt nicht übereinstimmt. Eingestellte 10km/h was einem gemütlichen 6min/km Schnitt entspricht kommen einem auf diesem Laufband deutlich zu schnell vor. Das kann natürlich am ungewohnten Laufgefühl liegen auf dem Band und der vielleicht anderen Schrittgröße oder ähnlichem aber auch am Band und seiner Geschwindigkeit.

Nachdem ich mir zur Analyse des eigenen Laufstils eine Kamera mit Hochgeschindigkeits-Videoaufzeichnung (Casio EXILIM EX-FS10 ) angeschafft habe, kam ich zu der Überzeugung das nun mal ein guter Moment für das Nachmessen der Laufbandgeschwindigkeit ist.

Gesagt getan. Auf dem Laufband brachte ich in einem Abstand von einem Meter zwei Messmarkierungen an, ebenso brachte ich am Rand des Laufbandes eine einzelne Markierung an. Die Anzahl Bilder die mit der Kamera für einen Durchlauf der Metermarkierung aufgezeichnet und im Einzelbildmodus betrachtet vergehen ergibt zusammen mit der Anzahl Bilder pro Sekunde der Kamera die Zeit welche vergeht, damit der Meter durchläuft (In Sekunden pro Meter). Dieses Ergebnis im Kehrwert welches sich dann ja als Meter pro Sekunde darstellt ergibt mit dem Faktor 3.6 multipliziert die reale Geschwindigkeit in Kilometer pro Stunde.

Für mein Laufband des Typs (Maxxus CR5000) ergibt sich hierbei die folgende Ergebnistabelle (ohne Nutzer auf dem Laufband):

Laufband Speedcheck

Ergebnistabelle des Laufband-Geschwindigkeitstests

Bei den ersten Tests habe ich die Anzahl Bilder für den Gesamtumlauf nicht gezählt, beim letzten 12 km Test fiel mir leider einer der Messpunkte ab, so das ich nur noch den Gesamtumlauf bestimmen konnte. Das Laufband selbst verträgt übrigens bis zu 16km/h als Einstellung und ist nach der Berechnung aus den Messergebnissen in Summe 2,75m lang (Gesamtzeit für eine Umrundung im Verhältnis zur Zeit für einen Meter = Länge des Bandes in Metern).

Es zeigt sich eine Abweichung zum eingestellten Wert von rund 20-23%, d.h. wenn 8km/h eingestellt sind läuft man in Realität mit 9.8km/h. Das kommt vom subjektiven Eindruck auch ungefähr hin.

Man könnte jetzt argumentieren das die Messung ohne Nutzer ungenau ist. Insofern habe ich noch einmal eine Stichprobe mit mir (ca. 75kg) auf dem Laufband laufend gemacht und dies bei eingestellten 8 km/h, der Wert änderte sich von 213 auf 216 Frames, d.h. um gut 1% – also nicht wirklich.

Zur Messgenauigkeit an sich: Jedes Ergebnis wurde 2x gezählt, es lag immer ±1 Frame zur Zählung davor. Die Einstellung der 210 Frames/Sekunde der Kamera nehme ich bei einem Digitalgerät mal als gegeben hin.

Die Excel-Datei welche ich mir zum Rechnen gebaut habe, ist hier zum Download: Laufband Speedcheck

Jahr 2010 Bug: Heute eine Newgen Medicals Waage

Im Jahr 2008 kam ich auf die Idee mir eine Körperanalyse-Waage mit USB Anschluss zu kaufen nachdem ich so etwas im Katalog eines Versandhändlers gefunden hatte. Ist ja eigentlich auch eine nette Idee, die persönliche Gewichts und Fett-Statistik nicht von Hand erfassen zu müssen sondern aus der Waage auslesen zu können.

So weit so gut, das folgende Gerät bestellte ich und bekam es auch einige Tage später. Der Preis war damals schon mit 29,90 Euro für das gebotene fair.

Die Waage leistete mir auch gute Dienste und die Werte waren mit denen anderer – auch teurerer Geräte – durchaus vergleichbar, insofern kein Grund zur Klage. Sie verrichtet auch heute noch ihren Dienst.

Nach regelmäßiger Nutzung und schönen – wenn auch inhaltlich meist deprimierenden – Statistiken ging ich Anfang des Jahres 2010 wieder einmal zur Gewichtskontrolle auf die Waage. Man selektiert sein Profil und steigt dann drauf – aber halt – da steht nicht mein Alter (38), sondern da steht was von 44 Jahren. Hmm, ok mal schnell die Einstellungen gecheckt und siehe da, die sind korrekt.

Da wird man stutzig und startet ein Experiment. Als erstes mal gucken wir auf die Nutzerdaten.

Die Nutzerdaten, geboren am 23.5.1971

Der Nutzer ist also geboren am 23.5.1971. Wir stellen nunmehr das Datum der Waage auf den 31.12.2009, der letzte Tag des Jahres 2009.

Wir befinden uns im Jahr 2009, 31.12, ca. 14:03

Und betrachten danach die Nutzerinformationen, welche für mich mal völlig korrekt aussehen:

Der Nutzer ist jetzt 38 Jahre alt. 2009-1971 = 38.

So weit so gut. Jetzt springen wir einfach mal einen Tag in die Zukunft auf den 1.1.2010 und machen das Experiment noch einmal.

Wir befinden um im Jahr 2010, 1.1., ca. 14:04

Anschließend kontrollieren wir dann mal die Nutzerinformationen, also die Stelle wo mein sein Profil selektiert.

Jetzt ist der Nutzer 44 Jahre alt. 2010-1971 = 44 ?? Sicher nicht.

Und siehe da, der Nutzer ist 6 Jahre gealtert und das in nur einem Tag. Nun verstehe ich für meinen Teil mal nicht, warum man das Alter eines Nutzers durch einen Datumsprung um einen Tag gleich so falsch berechnet.

Ich werde das mal in einen Brief an Pearl verewigen und mal schauen was deren Support dazu sagt. Eine neue Firmware für die Waage habe ich bisher nicht finden können. Wäre aber wohl angebracht. Ich denke mal das fällt auch innerhalb von 2 Jahren noch locker unter Garantie, da es sich ja um einen nicht offensichtlichen Mangel handelt der ja im System steckt :)

Spaß mit N900 und einem Taxi

Seit Anfang Dezember habe ich ein Nokia N900 welches allerdings sich erst einmal als weitgehend unbenutzbar rausstellte (siehe einen älteren Blog-Post). Seit einem Software Update vom Anfang Januar ist es allerdings in den Bereich der guten Nutzbarkeit vorgedrungen. Zwar synchronisiert es nach wie vor nicht mit auf der PIM-Ebene mit meinem Mac und es empfiehlt sich auch mindestens einen Ersatzakku dabei zu haben aber immerhin kann man das im Vergleich mit dem von mir auch gern genutzten Iphone.

Ein gestriges Erlebnis auf dem Weg zur favorisierten Cocktailbar des Abends brachte spontan ein wirklich witziges Vorgehen welches auch von den Anwesenden als sehr interessant wahrgenommen wurde :)

Rein ins Taxi, den Fahrer bitten einen Sender einzustellen auf den man den eingebauten FM-Transmitter eingestellt hat und schon konnte man sich während der Fahrt mit der Musik der eigenen Wahl in guter Qualität unterhalten – perfekt. In meinem Fall war das dann Combichrist mit “What the f*ck is wrong with you people” und es war einfach gut. Dabei hilft aus dem Development Repository dann noch das FM-Boost Script, um ein paar mehr Milliwatt auf der Luft-Schnittstelle zu haben :)

The Nokia N900 – is it usable ?

Coming from two years of steady iphone usage with a little change while trying out the Palm Pre for a couple weeks I took a look at the Nokia N900 as being the mother of all phones spec wise that I’ve seen in quite a while.

After nearly two month of backorder from amazon it arrived and I started using it. After installing the current software release which was a flawless experience i started using it.

Things to say:

– It does not sync with a mac on the contacts/calendar side. Not at all at this time. You can import contacts by doing an addressbook export, copying it on the device and importing them. Syncing is something different.

– Having skype, jabber and google talk running all the time is a nice experience. However do not even thing about having the battery last for more than three hours at a time. Good way to crash the phone for me at least was to simple send a picture in skype. I really like the permanent skype connectivity especially since it does run in background as compared to the iphone.

– I had numerous crashes – what I did find out was that there are hardware releases that show this behaviour and there are others that do not. Once I had it crash so hard that I actually had to reflash it which lead to partial loss of user data (email settings for example). Finding out why it crashed – “/proc/bootreason” is your friend.

– The email client is slow and broken, unsuable at this time in my opinion. Haven’t tried exchange support, however what I heard is that it is very buggy.

– There is no support for MMS, not that I do miss it. However it is simply not there.

– After enabling the extras repository in program manager you can actually have an ssh client and server on the phone enabling you to log in and play around on it. This is nice and you do not even have to have any jailbreaks for it. For people curious, here is the output of /proc/cpuinfo:

Processor    : ARMv7 Processor rev 3 (v7l)
BogoMIPS    : 499.92
Features    : swp half thumb fastmult vfp edsp neon vfpv3 
CPU implementer    : 0x41
CPU architecture: 7
CPU variant    : 0x1
CPU part    : 0xc08
CPU revision    : 3

Hardware    : Nokia RX-51 board
Revision    : 2101
Serial        : 0000000000000000

– The front camera sucks quality wise, the back camera is usable but not great. At least it does record video and it does have sort of a autofocus.

– In its newest version Nokia Multimedia Transfer for Mac does support the phone and can transfer audio from itunes as well as pictures to the device. It does mainly work but some things take forever.

– From the user interface point it does not even come close to the usabillity of the iphone or even the Palm Pre. However as it is open source that can be fixed by the community and that at least leaves the abillity to do it.

– It is a great phone for geeks that love to have something to hack with them, definetly not the right thing for a user only at this time. And absolutly no competition for the iphone.

– I am definetly missing a good twitter client like Tweetdeck on iphone. But I believe those will start to show up pretty soon.

After two weeks of usage, it goes into secondary phone only mode for playing around with it occasionally from time to time. Primary phone is back to the iphone now.