Barfuss- und Minimal-Laufen schafft Platz!

Seit gut einem Jahr arbeite ich daran, mein Laufen im technischen Sinne deutlich zu de-eskalieren. Weg von den großen Schuhen mit der schweren Dämpfung und hin zum natürlicheren Bewegen, möglichst flach auf dem Boden und wo immer es geht dann auch komplett Barfuss also Haut mit Bodenkontakt.

In meinem quasi früheren Läuferleben trug ich Neutral-Schuhe mit Einlagen, 1-2x im Jahr gab es dann vom orthopädischen Schuhmacher neue Einlagen und im Mittel alle 500km neue Laufschuhe bzw. immer dann wenn es wo am Körper zwackte.

Da kam so einiges an Schuhen zusammen und da ich diese seit gut einem jahr gar nicht mehr benutze wird es langsam mal Zeit aufzuräumen. Nun bin ich eben mal durch das Haus gelaufen und habe alles an Schuhen eingesammelt was da noch so rumliegt. Es gibt außerhalb des Hauses auch noch ein paar Schuhe zu finden, die sammel ich dann demnächst mal ein aber das ist was ich im wesentlichen eben gefunden habe mal als Bild ausgedrückt.

 

Die Verlierer des neuen Laufstils

Die Verlierer des neuen Laufstils

Was macht man eigentlich mit all diesen Laufschuhen ? Gibt es einen Zweitmarkt für sowas oder schmeisst man die einfach in die nächste Altschuhsammelkiste ? Da ich die Schuhe alle mit orthopädischen Einlagen benutzt habe sind die zu den Schuhen gehörigen Einlagen ja sogar noch unbenutzt.

Ersetzt wurde all das durch entweder nackte Füße oder die Kollektion, was für eine Änderung. Langlebiger ist das (von den Füßen mal abgesehen) Minimal-Zeugs auch nicht wirklich aber dafür ist es wenn es am Ende ist auch in optisch deutlich schlechterem Zustand und man hat definitiv kein Aufhebensbedürfnis.

Das Minimal-Schuh Arsenal

Das Minimal-Schuh Arsenal

Die noch größeren Verlierer sind die Socken, die gibt es jetzt nämlich gar nicht mehr. Völlig überflüssig.

Wenn man auch einfach mal rechnet dann stellt man fest, das Barfuss- und Minimal-Laufen nebenbei eine Menge Geld spart und die Umwelt schont.

Also mehr davon!

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Irrsinn des Alltags

Aus der ehelichen Realität, nach dem Ende des Beischlafgebots:

“Hast Du die Katze rausgelassen?”

“Du meinst ob ich diese wiederliche Kreatur dem Fegefeuer übergeben haben- oder aber einfach nur rausgelassen habe?”

“Nein, ob Du die Katze rausgelassen hast?”

“Du meinst ob ich diese jämmerlich dämliche Kreatur den Fegefeuern des vielleicht existierenden Herreen übergeben habe ? Nein, ich habe sie einfach nur rausgelassen”.

“Ich wollte nur sicher stellten das sie nicht über Nacht drin bleibt und Dich dann weckt, denn das macht sie ja wenn sie nicht raus geht”.

“Sei sicher das dieses dämliche Vieh einfach nur rausgeflogen ist, sie kann dann morgen wie immer versuchen das Silikon aus den Fugen zu fressen.”

“Aber das macht sie doch nie. Die ist doch sooo süß (**schnurr**) ”

“Ja klar, immer doch”

“Wo ist denn die Katze ?”

“Die ist draußen”

“Aber die hat doch noch gar nichts gefressen!”

“Nicht wirklich, außer ungefähr 200g totes Tier + Pottasche”

“Die ist so lieb”

“Ja, genau”

 

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Verdammter Heisenberg oder warum wir uns selbst wahnsinnig machen

Der liebe Heisenberg hat mal im Rahmen der Unschärferelation festgestellt, das je genauer man wo hin guckt, desto mehr verfälscht man das Ergebnis.

Das ist nun nicht nur in der subatomaren Welt wahr sondern wie sich immer deutlicher zeigt auch in der greifbaren Welt ein immer größer werdendes Problem dessen man irgendwie Herr werden muss.

Mit immer größerer Schlagzahl wird über die sich verändernden Börsenkurse in jedem Auf und insbesondere Ab berichtet. Jedes mehr Berichten steigert die Fieber-Kurve der Anleger und verändert damit das Ergebnis. Je mehr man die Panik an den Aktienmärkten herbeischreibt, desto mehr bringt man sie auch zur Realität.

Je mehr man über die Krawalle in UK berichtet hat, desto mehr haben sie sich ausgebreitet – desto mehr kamen sie von ihrem vermutlichen – wie auch immer gearteten – Ursprung zu einem selbstlaufenden System an dessen Ende vermutlich viele gar nicht mehr wussten warum da Bürgerkrieg gespielt wurde.

Umso deutlicher man über brennende Autos in Berlin berichtet, desto mehr Leute sagen sich das ist cool, da spiele ich mit – die Grundbedürfnisse des Menschen sind meist befriedigt, es gibt Essen, (mehr oder minder realen) Sex und Häme über den Nachbarn – da kann ein wenig Nervenkitzel beim Autoanzünden nicht schaden. Wenn das dann nicht auf der Linie derer ist, die sich das mal als politische oder terroristische Demonstration ausgedacht haben macht das auch nichts, Hauptsache Spaß.

In Norwegen hat man einem Täter sogar eine Bühne geboten in dem man über dessen verzerrte und abartige Realität mehr berichtete als über die Qaulen und das Grauen der Opfer – falsche Welt. Auch hier hat man durch an der falschen Stelle permanent hingucken und laut herausschreien viel mehr kaputt gemacht als bewirkt, hoffentlich finden sich keine Nachahmer, die auch eine solche Bühne wollen.

Je mehr Panik man um die Währung und die Staaten des Mittelmeers macht, desto schlimmer wird der Druck den man in der Bevölkerung aufbaut irgend etwas zu tun, des Tuns wegen und nur um die Nachrichten mit Gegennachrichten zu fluten. Feuer mit Feuer bekämpfen geht eben auch nur in begrenztem Rahmen. Ist quasi wie Ruby gegen Java tauschen.

Ehrlich gesagt fände ich es ganz nett wenn wir mal was täten, um die Fieberkurve abzusenken.

Irgendwie ist es allerdings mit Nachrichten genauso wie mit Spam. wenn keiner etwas kaufen täte, gäbe es diesen nicht.

 

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Spaß mit schlechter Software – warum ich Angst vor Frameworks und MIddleware habe

Neulich hatte ich ein Gespräch mit einigen Leuten aus einem Startup, es ging im wesentlichen um die Frage des Einsatzes kommerzieller Middleware versus der Selbstentwicklung eines Message-Queueing Systems in einem speziellen Fall.

Dabei wäre es durchaus möglich gewesen mit komplexen Modellen das gewissermassen zu modellieren und bei der abzählbar endlichen Anzahl Transaktionen pro Sekunde hätte man dabei auch noch mit Hardware nach einem Problem werfen können (wenn das auch teuer geworden wäre da pro CPU Core lizensiert wurde).

Heute dann in einem komplett abgesetzten Fall der Schock der Realität. Eine Banking-Software in der Version Business 5.0 in ihrem ersten Start hatte eine 90 MB Datenbank zu bearbeiten. Zwischen Client und Server lag ein Gigabit Lan, allerdings mit NAT und Firewall. Nach einem Start der Software und den aufkommenden Zweifeln nach 30 Minuten Wartezeit schaute ich mittels Windows Process Monitor mal nach was da passierte. Da passierte genau das wenn man Menschen ohne Verstand für das was darunter passiert an Frameworks/Middleware lässt. Es wurde eine Datei gelesen, 90 MB gross. Immer in 240 Byte Schritten, was auch immer diese Blocksize bedeutete – aber es wurden immer 64KB gelesen ab den 240 Byte increment.

Das ist irgendwie cool, man hat also aus 90 MB Daten die man lesen wollte über das arme Netzwerk einfach mal 90.000.000 / 240 = 375000 Leseereignisse gemacht. Tut nicht weiter weh, wenn man natürlich immer 64 KB liest und das immer über das Netz dann liest man einfach mal eben 375000x64KB = 24.576.000.000 = 24 GB !

Bei den 6 MByte/Sec die über das Netz vom Server kamen über Nat/Firewall und Soße und scharf dauert der Start der Software dann mal eben 1.5h. Gut gemacht die die verstanden haben was sie da tun und was für ein Read kommt wenn man mal 240 Byte von der Datei über eine Windows-Share liesst. Grandios.

Daher habe ich Angst vor Frameworks, Middleware und Programmieren die nicht verstehen was passiert wenn man etwas tut. Vermutlich bin ich damit aber fast alleine.

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Merkwürdige Kommentare zum Barfuss-Laufen

Heute gab es bei mir mal einen Lauf sehr früh, deutlich vor 0900, eigentlich keine Laufzeit für mich. Dachte eigentlich ich sei beim Zahnarzt um diese Zeit. Nun gut, das war so nicht sondern das kam erst um 1800 – auch Barfuss, hat aber nur halb so viel Spaß gemacht und vom Zahnarzt der das von mir schon kennt gab es auch keinen Kommentar – nur Fachsimpelei um Investments in der Dentalbranche. Egal!

Auf dem Rückweg von meiner 13km Hausrunde auf größtenteils fiesem Schotter die auch nicht wirklich weh taten kam mir dann diese Frau auf dem Fahrrad entgegen. Typische Torkel-Radlerin mit Handicap. Handicap war bunter Hund an Leine an Fahrrad, auch Synonym für armes Tier mit Rennen ohne Pause.

Beim Entgegenkommen kam dann die Ansprache: “Schau mal, der läuft Barfuss. Das ist doch nicht gesund!”.

Hmm. das war die Ansprache an den Hund. Kam kein Kommentar von Hund zurück, verwunderlich eigentlich.

Immer noch besser als der vom Freund der einen Nachbarstochter: “Voll krank, der hat keine Schuhe an!”

Weiß nicht wer mir sympathischer ist. Denke mal der Hund hat Chancen.

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