Der 37. Berliner Silvesterlauf 2012 – barfuss gelaufen (9.9km)

Zum Ende des Jahres 2012 hatten wir in Berlin ein angenehm mildes – und Schnee- und eisfreies – Wetter und so ergab sich für mich zum zweiten Mal die Möglichkeit, den jährlichen Silvesterlauf über den Berliner Teufelsberg ohne Schuhwerk zu laufen und das sogar ohne kalte Füsse. Bei angenehmen 7-8 Grad aber deutlichem Wind ging es um 13 Uhr auf die 9.9 km Strecke. Im Vergleich zu meiner Teilnahme 2011 hatte ich diesmal nicht mal mehr Schuhwerk im Auto oder im Gepäck sondern kam und ging barfuss. Irgendwie gewöhnt man sich über die Jahre dann doch dran, so das es auch vor dem Start überflüssig wird, die Füße warm einzupacken. Waren aber auch gut 3 Grad mehr, das ist natürlich auch ein Unterschied.

A propos einpacken – ich hatte doch glatt meine Uhr vergessen, insofern lief ich telemetrielos. Nun gut, ist halt so. Hatte ich es im Vorjahr noch eiliger (da war mir kalt) war diesmal ein eher gemütliches Tempo angesagt und so stellte ich mich mittig im Starterfeld an. Gleich nach dem Startschuss ging es auf der bekannten Strecke voran, der Untergrund war angenehm und die Straßen bis zum Eingang des Grunewalds frei von der in Berlin üblichen Grauwacke 2/5 (Streuspilt). Im Grunewald ging es über leicht bis zeitweilig doch deutlich matschigen Untergrund in Richtung Teufelssee. Neben netten Kommentaren zum Barfuss-Laufen gab es einen etwas unqualifizierten, der mir klar machen wollte, das ich davon eine Blasenentzündung bekäme. Ich klärte kurz darüber auf, das ich nicht wüsste wie denn die Bakterien von da unten an den Füßen bis in meine Blase kommen sollten und das ich in den letzten Jahren nie eine solche hatte.

Nach dem Abzweig am Teufelssee in Richtung Teufelsberg ging es ein kleines Stück über die dann doch mit Streumitteln kräftig belegte Teufelsseechaussee, hier noch leicht ansteigend. Ich wich zwischen die Fahrbahnen aus, dort liegt weniger von dem Piekskram. Mit dem Anstieg auf den Teufelsberg begann dann auch die Stille im Läuferfeld, denn hier wird es einfach anstrengend. Der schlimmste Anstieg ist aber auch irgendwann vorbei und oben auf dem Weg an der alten Abhörstations vorbei wurde es dann für mich doch grenzwertig rutschig auf dem Oberflächenmatsch. Tempo runter und kleine Schritt sind hier das beste Rezept gegen das auf die Nase fallen.

Nach wenigen Metern geht es wieder wieder runter vom Berg – was aber den Nachteil hat, das wer runter läuft auch nachher wieder rauf muss. Nämlich auf den Drachenberg – nicht ganz so hoch aber vom Anstieg her ordentlich knackig. Ein Mitläufer fragte zwischen den beiden in den Augen der Schweizer sicher nur als Hügel zu bezeichnenden Berge, inwiefern da noch mehr von kämen und ich konnte ihn beruhigen, das es der letzte sei. Danach meandert der Weg ja nur über leichte Bodenwellen. Er meinte, er käme aus Friesland – da wäre das schon mehr als es dort gäbe.

Oben auf dem Drachenberg pfiff es dann doch kräftig – wir hatten deutlichen Wind an dem Tag. Der Abstieg wurde diesmal auf zwei “Rinnen” den Berg herunter gelaufen. Die linke der beiden, die ich nahm war von deutlicher Erosion geprägt und es wurde sehr deutlich, das dieser Berg künstlich ist. Steine, Ziegelreste, Betonreste – alles was der Trümmerberg so her gibt, ist hier zu sehen und ein vorsichtiges Laufen angebracht, wenn man da nicht mitten drauf treten will – das verhinderte, das ich den Vorteil des schnellen bergab Laufens als barfüssler in Anspruch nehmen konnte. Macht nix, bin nicht für die Zeit da und richtig im Weg war ich auch niemandem auf der kurzen Strecke.

Unten angekommen gab es noch einmal eine große Schleife im Wald auf angenehmen Boden, der kurz vor dem oberen Bereich der Teufelsseechaussee noch einmal etwas steinig wurde – alles beherrschbar. Diesmal gab es auch keine Glassplittermengen an deren Ende wie im letzten Jahr. Ohne weitere Auffälligkeiten (außer eine Mutter, die ihrem Kind erklärte das die die keine Schuhe haben eben Barfuss laufen müssen) ging es dann nach 52:33 ins Ziel. Dort angekommen sammelte ich meinen Pfannkuchen ein und begab mich in Richtung Heimat, war ja langsam Zeit was zu essen.

Urkunde, Startnummer und Pfannkuchen

Urkunde, Startnummer und Pfannkuchen

Ein wie immer schöner läuferischer Jahresausklang. Die Menge kostümierter Mitläufer war diesmal geringer als im letzten Jahr und viele Bilder gibt es auch diesmal nicht. Ich sah einen Menschen mit Kamera Bilder auf dem Drachenberg machen, aber anscheinend nicht mit mir drauf oder aber es wurde nicht veröffentlicht.

Die Strecke (2011er Aufnahme, war aber identisch)

Der 9. Nationalparklauf in Prerow – Barfuss gelaufen

Meine diesjährige Teilnahme am Berlin Marathon Ende September passte perfekt zum Beginn der lokalen Herbstferien und die hatte ich mir überlegt, diese an der Ostsee – wie immer in Graal-Müritz – zu verbringen. Was macht der regelmäßige Läufer dann, wenn er irgendwo hin fährt ? Richtig, er guckt ob es in der Nähe zufällig was offizielles zu laufen gibt.

Ein kurzes Schauen in die einschlägigen Verzeichnisse brachte zwei Läufe in der näheren Umgebung zu Tage, einen Teammarathon in Dierhagen am 7.10. und den Nationalparklauf in Prerow am 6.10. Für den Teammarathon war die Anmeldung abgelaufen und es fehlte mir abgesehen davon auch mindestens ein eine weitere Person für ein Team, somit fiel die Wahl auf den Nationalparklauf in Prerow. Den Lauf gibt es in 10.5 und 21km, das passt als Distanz auch irgendwie besser nach einem Marathon am Wochenende davor. Ich wusste allerdings nichts über die Streckenbeschaffenheit – macht nichts, nach zwei Jahren unten ohne kann man das Risiko dann doch mal eingehen.

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Laufbericht Fyne Nature Marathon 2012 – Von Yverdon nach Neuchâtel

Laufen kann man quasi überall und man braucht auch nicht allzu viel dafür, das ist einer der Reize die dieser Sport so hat. Wenn ich geschäftlich etwas weiter auf Reisen gehe, dann schaue ich vorher gerne nach ob in der Nähe des Zieltermins und -ortes ein Laufwettbewerb stattfindet. Mit ein wenig Geschick in der Terminvereinbarung kann man dann den Geschäftstermin am Freitag oder Montag stattfinden lassen und bleibt über das Wochenende, um am Lauf teilzunehmen. Bei der Gelegenheit sieht man dann gleich was von der Umgebung.

Diesmal führte mich meine Reise in die Schweiz, nach Luzern um genauer zu sein. In der Nähe des Zieltermins (um den 24.6.2012) fanden sich zwei Läufe im Land, beides Marathons. Einer davon hatte Höhenmeter im Profil fern dessen was ich noch unter Spaß verbuchen würde und der andere ging in der französischen Schweiz entlang eines Seeufers mit einem halbwegs flachen Profil und angenehmen Klima – das war dann klar meiner.

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Der 9. Scharmützelseelauf (27km) – barfuss gelaufen

Ich laufe seit nunmehr gut eineinhalb Jahren gerne auch im Wettkampf barfuss und normalerweise mache ich mir viele Gedanken über die Untergrund der Strecke bevor ich irgendwo mitlaufe. Das geht soweit, das ich früher Strecken mal abgelaufen bin vor einem Lauf oder hauptsächlich bekannte Strecken verwendet habe.

Irgendwann kommt dann auf dem eigenen Barfuss-Pfad der Moment an dem es an der Zeit ist, damit aufzuhören und sich weniger Gedanken über die Strecke zu machen – man kommt schon durch, man hat doch eigentlich schon alles gesehen bzw. gefühlt. Ja, mancher Untergrund ist einfach scheusslich aber man kann wenn nichts anderes mehr immer noch langsam drüber gehen – es geht doch nicht darum, erster zu werden. Was sind denn mal ein paar Minuten Gehpause und damit Verzögerung ?

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Der Potsdamer Schlösserlauf, Halbmarathon – Barfuss gelaufen

Der Potsdamer Schlösserlauf fand dieses Jahr zum neunten Mal statt. Früher gab es ihn noch als Halbmarathon und Marathon – seit zwei Jahren gibt es ihn noch als 10km oder Halbmarathon. Es fanden sich nicht allzu viele Läufer, die Lust hatten einen Marathon als zwei Runden zu bestreiten. Insofern macht es Sinn, das Streckenangebot zu verändern und mehr auf die kürzeren Distanzen zu setzen – dafür finden sich eher Läufer.

Ich mache seit 2009 eigentlich regelmäßig bei diesem landschaftlich und von den Sehenswürdigkeiten her reizvollen Lauf mit. Im Potsdamer Neuen Garten bin ich auch im Rahmen meiner Trainingsläufe häufig unterwegs, ab und zu führt es mich auch durch den Park Babelsberg. Die anderen Teile der Strecke durch Potsdam laufe ich eigentlich nie außer bei dieser Veranstaltung. Da ich ja bereits im letzten Jahr schon öfters barfuss im Wettkampf unterwegs war, schielte ich bereits damals dezent auf den Boden wie dieser denn so beschaffen ist – letztes Jahr bin ich noch mit Schuhen gelaufen.

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