Spaß mit Online-Systemen, heute: DB Online Banking

Online-Banking macht Sinn, schon immer. Es war schon die Rechtfertigung der Existenz von Datex-J bzw. BTX und ist sicher auch eine der relevanten Nutzen bringenden Funktionen des Internets heute.
Angst macht Online-Banking nur dann wenn Probleme damit auftreten, denn wenn man die Hürden des dahinter liegenden Systems (oder des Frontends) erst einmal genommen hat kann man tolle Dinge tun, wie zB Geld überweisen oder Aktien knuffiger kleiner Firmen kaufen sowie anderen Blödsinn.
Nun gut, über die Sicherheit will ich heute aber nicht lamentieren sondern im wesentlichen darüber das auch große Banken offensichtlich keine vernünftige Software-Qualität zu Stande bringen.

Heute forderte mich das Online-Banking der Deutschen Bank auf, den Tan Block -1 zu aktivieren. Ja, klar. Liebe Deutsche Bank, ich hoffe ihr habt die Sicherheit im Griff wenn ihr schon nicht die Nummern der Tan-Blöcke verwalten könnt.

Tan Block -1

aktivieren Sie bitte TAN-Block -1

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Barfuss in Wien

Wie neulich angekündigt verbrachte ich das Wochenende des 17. April 2011 in Wien, um den dortigen Marathon zu laufen. Für mich kam der Lauf der Länge wegen leider nur mit Schuhen in Frage, er hat aber auch so eine Menge Spaß gemacht und eine persönliche Bestzeit ist dabei auch rausgekommen, obwohl ich es eigentlich gar nicht darauf angelegt habe.

Im Rahmen der Umstellung auf das Barfuss-Laufen habe ich aber die Reise eben mit “ohne Schuhe” angetreten. Ins Gepäck kamen nur die Laufschuhe und – was sich dann später als sinnvoll erwies – ein paar Five-Fingers, quasi als Notfalltreter.

Der Weg nach Wien, also Taxi zum Flughafen, Flughafen, Flug mit Air Berlin, Taxi zum Hotel und Einchecken nebst Einzug ins Hotel verlief störungsfrei und unbeschuht mit großem Spaß. Es gab ein paar komische Kommentare auf dem Wiener Flughafen von Passanten aber sonst nichts ungewöhnliches. Ich genoss die Freiheit ziemlich definitiv.

Ein Spaziergang durch das abendliche Wien, Dritter Bezirk einmal um den Stadtpark war interessant und eindrucksvoll. Insbesondere einige kleine quasi imitierte Hunde in den deutlich grünen Grasbereichen der Umgebung haben es mir besonders angetan. Dort wird darauf hingewiesen, das es bis zu 36€ kostet wenn man den Dreck des Hundes nicht wegräumt. Finde ich eine gute Idee, sollte man in Berlin auch einführen. Habe auch keinen Hundemist an irgendwelcher Stelle gesehen auf meiner guten Stunde des abendlichen rumlaufens (und auch an den folgenden Tagen nicht).

Hundefigur mit Preisschild

Anti Hundekot-Figur in Wien

Was ich nicht so gut fand das waren die Wiener Baustellenabdeckungen. Diese stellen durch ihre Oberflächenbeschaffenheit eher eine Gefahr für Fußsohlen dar, sofern man nicht weis wie man seine Füße vernünftig auf so etwas aufsetzt. Könnte den ein oder anderen Splitter geben.

Holzabdeckung für Baustellen

Gefahr für die Fußsohlen

Für den Abend entschlossen wir uns, das Restaurant des Hilton-Hotels aufzusuchen in welchem wir wohnten. Kurz nach dem dort hinsetzen kam dann der “Restaurant Supervisor” auf mich zu und bat mich, Schuhe anzuziehen. Nun gut, ich hätte mir ja denken können das insbesondere in einem amerikanischen Hotelrestaurant damit zu rechnen ist – insofern habe ich keinen Widerstand geleistet und meine Five Fingers geholt und (halb) angezogen. Essen und Wein waren gut. Nach dem Verlassen des Restaurants war natürlich auch wieder Schluss mit dem Schuh-Unfug. Was ich aber bei diesem Ausflug in die beschuhte Welt erfahren durfte war, das ich in meine FiveFingers nicht mehr reinpasse fusstechnisch. Insbesondere am Spann sind sie einfach zu eng geworden und es ist unangenehm sie zu tragen. Da sich die Schuhe wohl nicht verändert haben müssen das wohl die Füsse in den letzten Wochen getan haben. Vermutlich haben die sich einfach ein wenig höher und breiter gemacht als ihnen früher durch die Einschränkungen der Schuhe möglich war. Alternativ bin ich einfach nur das Gefühl nicht mehr gewöhnt, wer weis.

Am nächsten Tag war das Routine-Programm für mir unbekannte Laufveranstaltungen angesagt, Startnummer abholen gehen und mal gucken was die Messe so zu bieten hat. Anfahren des Startbereiches, um rauszufinden wie man hin- und wieder wegkommt und wie lange das dauert, Fahrkarte für die Öffis auftreiben etc. Also gesagt, getan. Ab in die S-Bahn zum Praterstern und da umsteigen in die U1. Aber hey, Prater – da ist doch das Riesenrad. Das muss man sich dann ja doch mal genauer ansehen.

Prater Riesenrad

Prater Riesenrad

Das alles natürlich ohne Schuhe. War ja immerhin nicht in einem amerikanischen Restaurant sondern auf öffentlichem Straßenland, da ist das sicher nicht unerwünscht. War es auch nicht, hat sich niemand beschwert und die Straßen in Wien sind eher sauberer als in Berlin, also gab es nur graue und nicht Schwarze Sohlen!

Auf der Marathon-Messe mit Startnummernabholung habe ich mich dann über die Messestände der Barfuss-Laufschuh Fraktion amüsiert. Es gab derer mindestens drei, wobei die Blicke auf den ohne Schuhe dann doch eher skeptisch waren. Leute, ich lebe das was Ihr in Pseudo-Form propagiert. Macht mehr Spaß, sollte ich mir vielleicht einfach als T-Shirt drucken lassen.

Startnummer geholt und dann ab in Richtung Startgebiet.

Das Startgebiet lag in der UN-City, direkt vorm UN Gebäude. Man war dort gerade dabei, die Toiletten für den morgigen Tag aufzubauen – wie immer viel zu wenige. Ich glaube es gibt keine Laufveranstaltung die davon genug hat. Positiv muss man anmerken, das es immerhin jeden Kilometer ein K2000 (mobiles Toilettenhäuschen) gab, das gibt es nicht überall. Das war löblich. Die 5 Stück bei Kilometer eins waren allerdings gegen die Menge Menschen die Bäume nutzten deutlich machtlos.

Vor dem UN-Gebäude nutzte ich die Gelegenheit für ein Bildchen mit Selbstauslöser. Sieht zwar ein wenig nappelig aus, aber was solls. In den Beintaschen der Hose hatte ich übrigens für möglicherweise auftretenden Widerstand die FiveFingers gepackt. Hätte zwar weh getan aber wäre der Ausweg gewesen. Man weis ja nie.

Jörn vor dem UN Gebäude

Vor dem UN Gebäude

Das Ziel des Wiener Marathons ist auf dem Heldenplatz. Gleich daneben ist das Österreichische Kanzleramt, daneben habe ich es mir dann mal bequem auf einer Bank gemacht und die Sonne genossen. Hier gibt es auch ein Bildchen.

Jörn vor dem Wiener Kanzleramt

Neben dem Wiener Kanzleramt

Danach ging es an den Stephansplatz, mal durch die Fußgängerzone latschen. Hier und da ein paar Kommentare aber keine Probleme. Später habe ich dann noch mit meiner Frau eine Tour im Fiaker unternommen. Der Kutscher ist spannenderweise auch Marathon-Läufer gewesen und hat auf die ein oder andere Besonderheit des Wiener Laufes hingewiesen. In einem Punkt irrte er sich aber wie ich später hören sollte. Ich frage inwiefern der Wien Marathon denn auch eine blaue Linie hätte. Er entgegnete das die erst in der Nacht vor dem Lauf gemalt würde – es gab aber keine. Meine Frau hörte am nächsten Tag im Fernsehen, das es in Wien keine blaue Linie mehr gibt weil man die nach dem Lauf nicht mehr wegbekommt. Ok, verlaufen konnte man sich auch nicht wirklich trotz der Abwesenheit der Linie.

Der nächste Tag war dann vom Lauf geprägt und wurde dann nach dem Lauf in Ruhe begangen. Es gab keine wirklichen körperlichen Schäden und eine gute Erfahrung bei Traumwetter. Recht erfreut war ich über einen Barfuss-Läufer den ich bei ca. km 15 erblickte. Er war deutlich schneller als ich unterwegs und ich habe gar nicht versucht, ihn einzuholen und zu schauen ob er zur Staffel gehörte oder so den ganzen durch lief. Zwischensprints verkneife ich mir bei der Distanz eher.

Mein Paar Laufschuhe hauchte allerdings auf den letzten ca. 6 Kilometern sein Leben wohl endgültig aus und gab dann doch einige (temporäre) Schmerzen am Rechten großen Zeh da sich dort eine unangenehme Kante bildete (Es blieb aber bei den Schmerzen, keine Blasen oder sowas – viel Hornhaut hat Vorteile). Die Schuhe wurden zu Hause dann (nach gut 800 km Laufleistung) ausgemustert und durch ein gleiches, neues Paar ersetzt. Socken gab es übrigens auch beim Marathon nicht, wozu auch – Unnötiges Gewicht.

Laufbild KM 31

Laufbild KM 31, (C) Brightroom

Der darauf folgende Montag war der Tag der Rückreise. Taxi zum Flughafen, Flughafen, Cafe und Mittagessen verliefen ohne Schuhe und Störungen. Beim Einstieg in den Air Berlin Flieger gab es allerdings einen Aufstand des (an der Kabinentür stehenden) Flugkapitäns, der der Auffassung war das man bei ihm nur mit Schuhen mitfliegen dürfte. Nun gut, deren Flieger deren Regeln – auch wenn die jeder Flugkapitän anscheinend anders sieht. Also Fivefingers gezeigt (aber nicht angezogen) und unter die Füße gestellt. Ruhe war. Beim Ausstieg waren sie dann schon wieder im Rucksack. Rest wieder störungsfrei.

Nun ja, die Moral von der Geschichte: Es gibt ab und zu (wenn auch unbegründeten) Widerstand gegen freie Füße. Für solche Fälle sollte man einfach entsprechendes Gerät griffbereit haben (FlipFlops, Sandalen, Fivefingers o.ä.). Jeder kann auf seinem Grund und Boden Regeln festlegen, die zu beachten sind. Man suche sich die Stellen aus wo die Regeln nicht existent oder kompatibel sind. Es gibt im Regelfall Alternativen.

Die Diskussion ob in den Beförderungsbedingungen von Air Berlin Schuhe vorgeschrieben sind kann man sicher führen, aber sie ist am Ende fruchtlos. Man will Spaß haben und nicht Lebenszeit mit dem Missionieren verlieren.

Mir hat der Trip auch so Spaß gemacht :) Und statt der nicht mehr passenden FiveFingers stecke ich nunmehr meine Huaraches (Sandalen) ein. Nehmen auch wenig Platz weg und sind sogar noch ein wenig freier.

Jörns Huaraches

Huaraches

Man kann damit sogar gut rennen gehen, macht aber nicht so viel Spaß wie Barfuss. Dafür kommt man mit deutlich weniger Reiz über Schotter und ähnliche Untergründe.

Vorgestern habe ich mich dann mal an der Ostsee auf dem Uferweg in Graal-Müritz 12 km Barfuss-Rennend am Stück bewegt auf Pflaster, Asphalt und etlichen Kilometern Sand/Schottergemisch. Gab ein wenig gereizte Fusshaut aber ging, daran muss ich wohl noch trainieren. Es gab etliche verwunderte Passanten und einen Kommentar einer Person die ich auf dem Hin- und dem Rückweg passierte, “Ja hat der denn immer noch keine Blasen unter den Füssen?”. Nein, gab keine!

Nach dem Stand der Dinge wird der erste Barfuss-Lauf bei einer offiziellen Veranstaltung nunmehr der Küstenwaldlauf am 30.4. in Warnemünde werden. Zwar nur 10km und ich fahre nicht dafür hin, möglichst schnell zu Laufen sondern nur des Spasses wegen, das mal Barfuss zu machen.

Frohes Karnickel Euch allen.

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Schick mir Daten aber sag mir nicht wohin – die IP Phobie

Der schon seit einiger Zeit herrschende Trend sich überall frei im Internet tummeln zu wollen und jedes Angebot zu nutzen aber nebenbei gleich verhindern zu wollen, das das anbietende System weiß wohin es die Daten schicken soll ist doch ein wenig absurd.
Da gibt es Abmahnwellen weil soziale Netze integraler Bestandteil des täglichen Umgangs werden und man verhindern will, das die IP Adresse dorthin übertragen wird – gleichwohl aber deren Vorzüge ggf. Nutzen möchte.

Und so wie es dann aussieht ist es das dann auch noch ein absolut deutsches Problem und nur ein deutsches.

Wenn ich nicht will, das die andere Seite die entfernteste Chance hat mich zu identifizieren und mich womöglich als wiederkommender Nutzer zu identifizieren dann habe ich als Nutzer die Möglichkeit das durch geeignete Maßnahmen zu verhindern. Das funktioniert in der realen Welt ebenso wie in der virtuellen Welt.

Will ich nicht das jemand weiß was ich regelmäßig in Läden kaufe dann benutzte ich keine Karten, zahle Bar und sorge dafür das die Scheine auch noch eine hohe Austauschquote haben und nicht einfach nur aus dem Automaten direkt zum Laden gehen. Das ist mal das Mindeste.

Will ich das im Internet dann nehme ich beispielsweise ein TOR-Gateway, eine saubere virtuelle Maschine deren Status bei jeder Nutzung zurückgedreht wird und logge mich nicht vor der Nutzung entsprechender Angebote bei sozialen Netzen ein – die ich vermutlich eh nicht nutze wenn ich paranoid dieser Art bin. Auch das kann man härter treiben, muss man aber nicht.

Vermutlich sind wieder einmal ein paar notleidende Anwälte auf dem Weg, um Geld zu verdienen.

Und ja, hier ist ein Like Button drunter. Man beachte die Nutzungsbedinungen! :)

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Gute Anlagen – schlechte Anlagen, die Bundesfinanzagentur wirbt um Geld!

Da schaue ich heute mal wieder wie immer stark gelangweilt durch die Post die man zu Hause ja auch im Jahr 2011 ohne wirklichen SPAM Filter noch in Papierform bekommt und was finde ich da: Ein Schreiben adressiert “An alle Freunde schwarzer Zahlen” an meiner Heimatadresse. Fiese Postwurf-Spezial-Sendung.

Macht man das mal auf, findet man amüsiert ein Schreiben der Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH wo für “Bundeswertpapiere als Geldanlage: sicher und transparent” geworben wird. Man findet neben der Aussage, das Bundeswertpapiere eine Geldanlage beim Staat und damit äußerst sicher wären auch eine 0800 Nummer zur “Ansage Konditionen”. Um mich dann gleich mal richtig zu amüsieren rufe ich dann da – ist ja umsonst im wahrsten Sinne des Wortes – mal an und erfahre (klingt wie vom Band, ist vermutlich auch heute noch eines):

Bundesschatzbriefe – bla , Ausgabe 19+20, ab 1.12.2010, nominal: 1J 0,50%, 2J 1,0%, 3J 1,50%, 4 2,25%, 5 3,25%, 6, 4,0% und 7. Jahr 4,0%. Rendite 2,04% bis 2,35%. Wer sich das mal antun möchte rufe einfach mal auf Kosten des Bundes 0800 222 5560 an. Kann man auch reinschreien, hört eh keiner zu – zahlt aber jemand.

Alle Angaben ohne Annahme einer Richtigkeit oder Gewähr, pur aus Spaß. Wer kauft ist selbst schuld.

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Absurde Geschäfte bedürftiger und notleidender Anwälte

Es gibt vermutlich nur wenige davon – aber es gibt sie offensichtlich. Man nehme als bedürftiger Anwalt das folgende Geschäftsmodell:

Man suche sich ein Spezialgebiet, idealer weise etwas das mit Internet zu tun hat denn da ist der größte Vorteil das man es halbwegs automatisiert beackern kann. Dann suche man sich eine möglichst einigermaßen mittellose Zielgruppe an Menschen, die Dinge hervorbringen oder notfalls auch nur mechanisch Dinge tun können. Ideal sind erfolglose und/oder gescheiterte Künstler.

Nunmehr geht man daher und erklärt diesen Mitwirkern, das sie das ein oder andere tun sollten. Z.B. etwas hervorbringen von dem man behaupten kann, es sei mal urheberrechtlich geschützt und einigermaßen originär. Nun finde man andere, die etwas ähnliches im Internet tun – geht ja automatisch zu finden.

Dann schreibt man Briefe an Opferunternehmen in denen man für die Nutzung des Hervorgebrachten Geld will. Bekommt man natürlich nicht, da es absurd ist. Dann stellt man Anträge auf Prozesskostenhilfe für die Mittellosen die man dann auch bei geringen (gering ist nicht keine) Chancen auf Erfolg bewilligt bekommt und schon hat man ein Grundrauschen an Arbeit.
Wenn man dann verliert ist auch nicht weiter schlimm, da die Prozesskostenhilfe ja nicht zurück zu zahlen ist im Nicht-Erfolgsfall – vielleicht gibt es von der RAG Vergütung dann auch noch ein wenig Provision für den Mitwirker.

Was es nicht alles für Modelle gibt, die das Sozialsystem ad- absurdum führen.

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