Die jährlich wiederkehrenden Artikel in den Laufzeitschriften erinnern uns immer wieder daran, das man es nach dem Ende der Laufsaison für einige Wochen etwas ruhiger angehen sollen, Training reduzieren und so.
Ich hatte mir im Sommer überlegt, das ich im Winter quasi als persönlichen Saisonabschluss noch eine etwas andere Veranstaltung als die üblichen mitmachen wollte, irgendwas verrücktes aber auch definitiv etwas das nicht eine kalte Regenschlacht werden kann. Nun hätte man weit reisen können in wärmere Gefilde aber dazu hatte ich eigentlich auch keine Lust.
Mit ein wenig überlegen erinnerte ich mich daran mal gelesen zu haben, das es ja einen Lauf im Bergwerk gibt. Das ist in Deutschland, irgendwo in Thüringen und Anfang Dezember. Ein Blick auf die Webseite, ein paar Laufberichte gelesen und sich durch die dortigen Schilderungen nicht abschrecken lassen – geht schon, ist ja nicht so das man das Jahr über nichts fürs Training tut – Also angemeldet, Startgeld bezahlt. Bis Anfang November kann man seinen Startplatz (einen von 400) auch noch zurückgeben, und bekommt sogar das Startgeld erstattet. Wäre also irgendwas richtig schief gelaufen zum Ende der Saison hätte es eine Notbremse ohne Schaden gegeben.
Irgendwann nachdem alle anderen Wettkämpfe gelaufen waren, so auch der Schneckenlauf Anfang November wurde es dann Zeit mal an das Bergwerk zu denken und sich mit der Unterkunft, Anreise und Ausrüstung auseinander zu setzen. Das Bergwerk ist in Sondershausen, das ist gut 230km von mir aus und somit gut per Auto zu erreichen. Wie die meisten Läufe im Ostteil der Republik findet auch dieser an einem Samstag statt, das heißt das eine Anreise am Freitag sich anbietet. Ein wenig herumschauen in der Nähe nach Hotels brachte mich dann auf einen Ort gut 18km von Sondershausen: Kelbra. Dort nach einem netten Hotel – das sogar einen Pool und eine Sauna hatte gesucht, Zimmer gebucht und die Planung soweit dann erstmal hinter mich gebracht. Blieb noch die Frage nach der Ausrüstung, es war ein Helm vorgeschrieben und aus den anderen Laufberichten wusste ich das eine Stirnlampe empfehlenswert ist. Damit habe ich mich in einem anderen Artikel auseinandergesetzt, eine gute Lösung war gefunden und ich habe sie auch vorher mal im dunkeln für fast zwei Stunden getestet. Passte.
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